Unser Urlaub am Walchsee

Bild vom Walchsee

Nachdem unsere letzten Reisen uns immer in Städte führten, wollten wir der urbanen Hektik entfliehen und einmal Urlaub auf dem Lande machen. Unsere Fahrt führte uns zum Walchsee nach Österreich, genauer gesagt nach Tirol.

Warum der Walchsee?

Im Prinzip wollten wir nur wandern, am See liegen und einmal so richtig entspannen. Es hätte also auch jeden anderen Ort mit einem See in den Bergen treffen können, jedoch hörten wir Gutes vom Walchsee und wollten uns selbst überzeugen – und wir wurden überzeugt.

Wir hatten uns ein Zimmer mit Küche in dem 1.901 Einwohner großen Ort gemietet, damit wir nicht zu sehr auf die lokalen (nicht-veganen) Restaurants angewiesen waren. Wir brauchten in etwa drei Minuten zu Fuß, bis wir am Wasser waren. Dort angekommen konnte man gegen eine kleine Gebühr in dem glasklaren Wasser baden gehen, sich Boote leihen und sogar Wasserski fahren. Letzteres taten wir jedoch nicht, weil Sport nicht in unseren Entspannungsurlaub passte… Dass die Wasserski-Athleten dort alle wie Profis fuhren, hätte uns hingegen kein bisschen davon abgehalten es zu probieren…

Entspannen und wandern

Da wir sechs Tage dort waren, wollten wir nicht direkt mit dem Faulenzen beginnen und uns auch die Landschaft anschauen. In dem Ort an sich gab es nicht allzu viel zu entdecken. Daher machten wir uns mit unseren zwei Begleitern in den ersten Tagen zum Wandern in das Kaisergebirge auf. Unsere erste Wanderung führte uns auf die Steinplatte. Unsere Bergtouren waren natürlich nicht von besonders actiongeladenen Szenen geprägt – eine Ausnahme bildeten hier kleine, gefährliche (!) Bergsprints, um die Vorherrschaft am Berg. Jedoch möchte ich euch ans Herz legen, einfach selbst einmal die Berge zu durchschreiten. Trotz der Anstrengung fühlt man sich durch die Natur sehr entspannt und kann gut abschalten. Dies nicht zuletzt durch den fehlenden Handy-Empfang…

Remo am Walchsee

Während unsere erste Wanderung noch sehr entspannt verlief, war die zweite eine regelrechte Tortur. Steigungen von schätzungsweise 90° und uns attackierende Wespen und Bremsen begleiteten uns auf unserem Weg zum Jakobskreuz. Oben angekommen erzählten wir dem Wirt von unserem Leidensweg, der uns bescheinigte, den einfachsten Weg genommen zu haben und dass seine Frau diesen Weg jeden zweiten Tag läuft. In dem Wissen, dass dieser Wirt scheinbar Unfug redete, bestellten wir bei ihm eine Stärkung und gingen anschließend auf das Jakobskreuz. Vom Kreuz aus hat man einen schönen Blick auf das darunterliegende Dorf und das Gebirge – der Blick vom Berg herunter ist jedoch nicht minder schön, weshalb man nicht unbedingt auf das Kreuz rauf muss. Den Weg herunter kürzten wir dann mit der Bergbahn ab.

Zeit am See, Veranstaltungen und Urlaubsende

Nach unseren Wanderungen war dann also Zeit, sich an den See zu legen und mit einer guten Lektüre zu entspannen. Zwar hat man am Walchsee keinen Strand aber schöne Badewiesen, auf denen man es sich gemütlich machen kann. Auf dem See fanden sich außerdem diverse Hüpfburgen, für die wir allerdings leider nicht mehr das passende Alter hatten. Wir begnügten uns damit, zu der kleinen Insel auf dem See zu schwimmen, wobei mir Sandra unbedingt beweisen musste, dass ich langsamer schwimme als sie. Natürlich war das nur möglich indem sie sich anstrengte und ich es langsam anging.

An unseren Abenden besuchten wir zwei Dorfveranstaltungen. An dem einen Abend gab es Volksmusik, die besser war als befüchtet und an dem anderen trat die Fancy Blues Band am See auf, die auch unberauscht nett anzuhören war. Zudem gab es am zweiten Abend eine Lasershow, von der wir uns erst nicht viel erhofften, die uns dann aber doch sehr positiv überraschte.

Foto von den Bergen in Tirol

Der Tag der Abreise brach viel zu schnell an, jedoch fuhren wir sehr erholt nach Hause und kehren sicherlich wieder zurück!

– Remo

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