Review zur Science-Fiction-Serie Westworld

Habt ihr euch schon jemals darüber Gedanken gemacht, wer ihr seid oder sein könntet? Zu was ihr fähig seid und wo eure Grenzen sind? Wieso stelle ich die Frage hier oder versuche euch einen Anstoß zu geben darüber nachzudenken?

Ich habe mir die englische Originalversion der Serie Westworld angesehen. Die deutschsprachige Erstausstrahlung war am  2. Februar 2017 auf Sky. Wenn ihr sie euch anseht, dann stellt ihr euch sicher auch die ein oder andere Frage.

Westworld: Ein Vergnügungpark der etwas anderen Art

Die Serie handelt von einem futuristischen Wild-West-Vergnügungspark, in welchem die Gäste mithilfe von menschenähnlichen Robotern in Fantasiewelten eintauchen können. Sie wird als „eine dunkle Odyssee zu den Anfängen des künstlichen Bewusstseins und zur Zukunft der Sünde“ beschrieben.

Man kann in diesem Park alles tun und lassen was man will: saufen, randalieren, plündern, Sex, vergewaltigen, töten. Nichts davon hat reale Konsequenzen. Von diesem Thema handelten schon viele Filme, aber keiner hat es so gut eingefangen wie die Serie Westworld. Sie beschreibt auch die Grenzen dessen, was Menschen tun und erschaffen. Wann sollten wir vielleicht einen Schlussstrich ziehen?

Wie in dem Film ‚I, Robot‘ unterliegen die Roboter (hier: Hosts) bestimmten Regeln oder Gesetzen. Ähnlich den Robotergesetzen von Isaac Asimov bei ‚I, Robot‘ kann der Host dem Gast keinen massiven Schaden zufügen. Wenn du also nicht sterben könntest und dein Handeln in deinem wahren Leben keine Konsequenzen hätte – dafür bezahlt man ja schließlich – was würdest du tun? Zu was wärst du fähig?

Isaac-Asimov
Matt & Megan | (CC BY-NC-ND 2.0)

Würdet ihr euch zu lasziven Sexorgien verführen lassen oder würdet ihr gerne mal ein Psychopath sein und jeden auf die brutalste und widerlichste Art und Weise, die ihr euch vorstellen könnt, abschlachten? Hier könntet ihr es auf jeden Fall tun.

Vielleicht fragt ihr euch, was mit den Robotern in der Serie passiert: Die werden jeden Tag wieder zusammengeflickt, ihr Gedächtnis zurückgesetzt und sie folgen dem Handlungsstrang, der ihnen vorgeschrieben wurde. Ihnen bleibt nur wenig Platz für Improvisation. Was ist aber, wenn dieser Roboter nun mit der ihm vorhandenen Intelligenz befähigt wäre, ein Bewusstsein zu entwickeln? Was wäre, wenn er auf die vermeintlich gelöschten Daten zugreifen könnte und sich detailiert „erinnerte“? Vielleicht rächte sich der weibliche hübsche Host an euch dafür, dass ihr ihn Tage zuvor vergewaltigt und mit aufgeschnittener Kehle im Dreck habt liegen lassen. Wenn er sich erinnert und ein Bewusstsein entwickelte, wäre er dann doch in der Lage euch als Gast wehzutun? Er kann sterben und dann wieder zusammengeflickt werden. Ihr könnt das jedoch nicht.

Mein Fazit

Man sollte öfter darüber nachdenken, was man tut und auch über die möglichen Folgen für sich und auch andere. Was mich wieder zum vegan sein zurück bringt. Die Nutztiere, die man tagtäglich tötet, wer hat diese Tiere denn zu Nutztieren gemacht? Wieso sind Hunde keine Nutztiere? Weil sie eventuell niedlicher sind für die Vielzahl der Menschen im Gegensatz zu einer Kuh oder einem Schwein? Wieso maßen wir uns an über andere Lebewesen zu bestimmen und sie ohne Konsequenzen zu töten, zu schreddern oder lebendig die Haut abzuziehen?

Mein Fazit von der Serie lautet also: Man sollte einfach öfter mal über sein Handeln nachdenken. Wenn man sich entscheidet mit den Konsequenzen seines Handelns leben zu können, dann ist das für mich in Ordnung. In diesem Sinne schaut euch die Serie Westworld mal an, denkt über das Gesehene nach und schaut über den Tellerrand ( 😉 ) hinaus.

– Sanny

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