Der fiese Schweinehund – Motivation zum Sport behalten

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Nach dem Jahreswechsel nehmen sich viele vor zum Sport zu gehen: Vom 1. Januar bis in den März hinein sind viel mehr Menschen im Sportstudio als sonst. Doch dann hört der Andrang auf und es wird wieder leerer – was passiert hier jedes Jahr?

Der Schweinehund, mein bester Freund

Wieso schaffen es die meisten nicht dabei zu bleiben? Ganz einfach, dieser fiese Schweinehund, der einem ins Ohr flüster:“Hey Sandra, siehst du deine Couch und deine kuschelig warme Decke dort? Und weißt du noch, dass wir eine Tafel Schokolade im Schrank haben? Lass heute doch mal Sport sausen. Kannst ja morgen oder so gehen.“

Man lässt sich von ihm überreden – morgen ist schließlich auch noch ein Tag. Doch dann kommt morgen etwas dazwischen und man schafft es wieder nicht. Die nächsten Tage danach findet man weiterhin keine richtige Motivation. Ehe man sichs versieht, war man mal eben vier Wochen nicht beim Sport. Ich habe sowas ganz oft. Remo hingegen ist das Musterbeispiel, er macht ja schließlich seit Jahren Kraftsport. Da mitzuhalten ist manchmal sehr schwer.

Formuliere ein bestimmtes Ziel

Also wie schafft man es, am Ball zu bleiben und regelmäßig zu gehen? Ich versuche mir ein festes Ziel zu setzen. Zum Beispiel heiratet dieses Jahr ein befreundetes Pärchen von uns. Ich würde wirklich gerne an diesem Tag mal mit einem schönen passenden Kleid zu einer solchen Veranstaltung gehen und mich in meinem Outfit nicht unwohl fühlen. Als Frau möchte man nun auch mal schön für seinen Partner sein.

Ich habe kein großes Übergewicht, mein Body-Mass-Index, auch wenn Ich ihn als ziemlich überholt und nichtssagend halte, sagt, ich hätte Normalgewicht. Doch trotzdem fühle ich mich einfach unwohl in meiner Haut. Unsere Kleiderindustrie leistet ebenfalls ihren Beitrag dazu, wenn man doch als Schlanke, normalgewichtige Frau immer Kleidungsstücke in ‚L‘ kaufen muss. Frustrierender könnte es gar nicht mehr sein.

Die richtige Musik ist entscheidend!

Zu meinem Ziel in dieses bestimmte Kleid zu passen, kommt noch die richtige Musik zum Training mitzunehmen. So schön wie ich Adeles Musik zum Beispiel finde, motiviert sie mich keineswegs beim Sport. Ich höre meist Alternativ Rock oder Dubstep. Es muss etwas sein, was mich dazu bringt, an meine Grenzen zu gehen. Wenn ich, wie heute, am Ende des Beintrainings nochmal schön langsame, tiefe Kniebeuge mache, meine Beine schon zittern und ich einfach keine Kraft mehr habe; da hilft es mit Linkin Park in den Ohren gegen das Zittern der Beine innerlich anzuschreien. Danach ist man stolz auf seine Leistungen.

Erinnerungen, die mich motivieren.

So die Musik und das Ziel haben wir nun, kommen wir zu einem anderen bestimmten Thema. Ich habe mich vor ein paar Tagen an meine Ausbildungszeit erinnert.

Damals hatte ich mit meiner Mädelsclique zusammen angefangen Sport zu machen. Als wir uns dazu entschieden hatten ins Fitnessstudio zu gehen, fragte mich eine damalige Freundin doch tatsächlich:“Hey Sandra, hast du überhaupt Sportklamotten? Ich kann mir dich gar nicht beim Sport vorstellen!“

Ist es nicht toll, solche Freunde zu haben? (Vorsicht Sarkasmus!)

Wenn ich mal keine Lust auf Sport habe und mein Schweinehund die Oberhand gewinnt, dann denke ich an diese spezielle Person und male mir eine bestimmte Vorstellung aus: Ein Treffen mit allen Leuten aus der Ausbildungszeit und ich komme, heiß wie nie, in einem wundervollen Kleid zu dieser Frau und sage einfach nichts. Ich werde freundlich wie eh und je sein, denn Sie hat mich unter anderem schließlich dazu motiviert, mein Ziel zu fokussieren und zu erreichen. Dafür werde ich ihr sehr dankbar sein.

Der Trainingspartner

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Erwin van Leeuwen | CC BY-NC-ND 2.0

Last but not least muss ich natürlich hier noch Remo erwähnen, der mich in einem schwachen Moment mitzieht. Er erinnert mich auf eine ehrliche, aber liebevolle Weise an meine Ziele. Mit ihm habe ich mich erst richtig an die freien Gewichte rangetraut und bin an meine Grenzen gegangen. Wenn ich denke, ich schaffe keine weitere Wiederholung bei einem Satz, dann steht er hinter mir und sagt bestimmend:“Komm! Da geht noch eine Wiederholung! Ja, klasse! Und weil es so schön ist, machst du jetzt noch eine!“

Das Krafttraining ist genau das, was ich brauchte, um ausgeglichen im Leben und vor allem zufrieden mit mir selbst zu sein. Ja, es ist ein undankbarer Sport, doch wenn man dabei bleibt und es richtig macht, dann kann man ihn auch ein wenig lieben lernen.

Vielleicht bringt euch dieser Artikel dazu, eurem Schweinehund die Leviten zu lesen und, wie bei mir, eurer Hassliebe, dem Kraftsport, näher zu kommen. 😉

– Sanny

Titelbild von Erwin van LeeuwenCC BY-NC-ND 2.0

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2 Kommentare

  1. Liebe Sandra,

    sehr guter Beitrag! Die fehlende Motivation, besser gesagt der Mangel an sportlicher Disziplin, ist vermutlich der Hauptgrund, warum so viele Menschen nach wenigen Wochen wieder mit dem Fitnesstraining aufgeben. Natürlich wird einem hierbei nichts geschenkt – man muss sich zum einen körperlich anstrengen und zum anderen darf man einfach keine zu schnellen Ergebnisse erwarten. Richtiger Fortschritt kann auf diesem Gebiet gut und gerne Monate dauern! Sehr gut, dass du die Menschen mit deinem Blog aufklärst. Mach auf jeden Fall weiter so!

    Liebe Grüße und eine schöne Woche dir (euch),
    Paul B.

    1. Vielen Dank dafür Paul!
      Ja es ist wirklich ein langer Weg bis man Ergebnisse sieht, aber wenn sie dann da sind, haben sich der Schweiß und die Schmerzen mehr als gelohnt. 😀

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